Diese Performance untersucht multimediale Wahrnehmungen und deren Ästhetik. In einem Set-up mit vielen heterogenen Klangquellen, räumlich inszenierten Projektionen, Lautsprechern und anderen Klangquellen wird eine intermedial erfahrbare Umgebung geschaffen, die das Publikum einbezieht. Mit dieser Konfiguration wird untersucht, welche dramaturgischen und ästhetischen Ideen umgesetzt werden können und wie die einzelnen medialen Ebenen zueinander in einen Dialog treten. Zusätzlich wird untersucht, welche Interaktionsmöglichkeiten mit den Teilnehmenden geschaffen werden können und welche Spielräume sich zwischen Performance und Installation eröffnen.
Für dieses Stück wurde ein Set-up mit vier Lautsprecher, Projektionen und die mobilen Geräte der Teilnehmenden verwendet. Zusätzlich gab es jedoch noch analoge Wiedergabegeräte, wie portable Tonbandmaschinen und verschiedene Kassettenspieler, die im Raum verteilt wurden. Mich interessierte dabei, ob die Geräte eine andere klangliche Qualität einbringen konnten, wie etwa die digitale Wiedergabe. Zudem wollte ich mit einer Komposition experimentieren, in dem Audio und Video in einer sehr losen Verbindung zueinanderstehen. Das Set-up umfasste ein Videoausgabe, die auf ein oder zwei Projektionen im Raum ausgespielt wurde, eine fixe Audiospur mit vier Kanälen für die Lautsprecher im Raum und ein Stereokanal, der auf die mobilen Geräte gestreamt wurde. Zusätzlich gab es eine Klangerzeugung an den mobilen Geräten selbst, die ich über den Webserver am Computer steuern konnte. Für das Stück verwendete ich Aufnahmen eines Klaviers, welche ich selber im Studio anfertigte. Diese bearbeitete ich dann in SuperCollider mit ähnlichen Prozessen, die ich bereits für das Stück «Toni Views» verwendet habe. Zusätzlich verwendete ich auch analoge Synthesizer und analoge Tonbandgeräte, mit denen ich die Geschwindigkeit der Aufnahme und Wiedergabe steuern konnte.